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GAGFAH Streichung der Dividende nur auf den ersten Blick negativ 20.05.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, stuft die GAGFAH-Aktie (ISIN LU0269583422 / WKN A0LBDT) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
GAGFAH habe Q1-Zahlen veröffentlicht, die beim FFO deutlich über der Schätzung gelegen hätten. Um 12:00 Uhr habe eine Telefonkonferenz stattgefunden.
Bedingt durch das kleinere Portfolio hätten sich die Mieteinnahmen um 5% auf EUR 209 Mio. verringert. Die Funds from Operations (FFO) hätten 16% über dem Vorjahr gelegen, was auf ein höheres Ergebnis aus Immobilienverkäufen zurückzuführen sei und dies trotz höherer Instandhaltungskosten von EUR 17,4 Mio. (VJ: EUR 10 Mio.). FFO-Aufteilung: EUR 0,13 je Aktie aus Mieteinnahmen (zuvor 0,20), EUR 0,11 je Aktie aus Immobilienverkäufen (zuvor 0,01).
GAGFAH werde für das erste Quartal keine Dividende zahlen (zuvor EUR 0,10 je Aktie) um ihre finanzielle Position angesichts der bevorstehenden Refinanzierung zu stärken. Diese Maßnahme dürfte aber auch vor dem Hintergrund einer möglichen Strafzahlung angesichts des Rechtsstreits mit der Stadt Dresden (WRe-Szenario EUR 48 Mio.) gesehen werden. In diesem Zusammenhang habe das Unternehmen seine Position bekräftigt, dass die Forderungen von EUR 1,1 Mrd. unbegründet seien.
Hinsichtlich des operativen Geschäfts in Q1, sei eine Reihe von positiven Punkten bemerkenswert. Das annualisierte Mietwachstum habe mit 1,7% an Fahrt gewonnen (VJ: 1%). Darüber hinaus habe das Unternehmen die Instandhaltungsaufwendungen deutlich erhöht. In 2011 sollte GAGFAH durchschnittlich EUR 9,50 je qm investieren, was dem Durchschnitt der Peer Group entspreche. Zudem würden die starken Ergebnisse aus den Immobilienverkäufen die Validität von GAGFAHs NAV stützen, der sich nach dem Rückgang in den letzten Quartalen in Q1 leicht auf EUR 12,19 je Aktie erhöht habe.
Für 2011 werde keine Dividende mehr erwartet (alt: EUR 0,40 je Aktie), sodass sich GAGFAHs Liquidität um ca. EUR 90 Mio. verbessere. Die Dividendenschätzung für 2012 werde beibehalten. Angesichts des starken Ergebnisses aus den Immobilienverkäufen sei die FFO-Schätzung um 7% auf EUR 0,66 je Aktie für 2011 angehoben worden (ca. EUR 0,54 aus Vermietungen).
Hinsichtlich des Rechtsstreits mit der Stadt Dresden bereite GAGFAH derzeit die Klageerwiderung vor. In diesem Zusammenhang werde innerhalb der nächsten Wochen mit Newsflow gerechnet. Im Laufe des Jahres sollte GAGFAH in einem ersten Schritt ca. EUR 1 Mrd. (2013 fällig) des Kreditportfolios (Nettoverschuldung EUR 5,6 Mrd.) refinanzieren können. Sowohl die Dividendenkürzung als auch die höhere Instandhaltung seien positive Signale an die Banken und sollten GAGFAHs Verhandlungsposition verbessern. Der Kursrückgang infolge der Dividendenstreichung werde als Einstiegsgelegenheit gesehen.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die GAGFAH-Aktie nach wie vor mit dem Rating "kaufen". Das Kursziel werde weiterhin bei EUR 7,80 (Basis NAV) gesehen. (Analyse vom 20.05.2011) (20.05.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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